Haushalts- und Taschengeld: Das sollten Sie wissen

In einer Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft sorgen die Partner füreinander in vielerlei Hinsicht, so auch in finanzieller. Die meisten Menschen verstehen unter dem „Füreinander-sorgen“ ausschließlich ein finanzielles Engagement, also die Erwerbsarbeit. Genauso wichtig aber ist die Familienarbeit: Der Haushalt muss geführt, die Kinder (sofern vorhanden) versorgt werden usw. Leider wird diese Arbeit aber nicht durch ein Gehalt vergütet. Genau deshalb gibt es gesetzliche Vorgaben für den Familienunterhalt und einen Taschengeldanspruch: Bleibt ein Partner zuhause, um den Haushalt zu führen, steht ihm ein den Lebensumständen angemessenes Haushaltsgeld zu. Dazu kommt ein angemessenes Taschengeld: Der Partner, der mehr verdient, muss dem Anderen per Gesetz ein Taschengeld, übler Weise in Höhe von etwa fünf Prozent seines Nettoeinkommens, als Taschengeld zahlen.

Gibt es Streit wegen des Haushalts- oder Taschengeldes, sollten sich beide Ehepartner im optimalen Fall aussprechen und sich informieren, wie viel welchem Ehepartner zusteht. Kann der Streit nicht gütlich beigelegt werden, landet er häufig vor Gericht. Und egal wie das entscheidet: Die Ehe ist dann im Regelfall Vergangenheit.