Kurz vorgestellt: Hauswirtschafts-Klassiker

Angesichts unsicherer Arbeitsstellen, Kurzarbeit und knappen Kassen kann es sich kaum jemand mehr leisten, Geld oder Güter zu verschwenden. Das trifft natürlich auch auf den Haushalt zu: Was gestern vielleicht schon in den Müll gewandert wäre, beispielsweise übriggebliebener Reis, Kartoffeln oder Gemüse, verwenden viele nun zur Zubereitung von (durchaus leckeren!) Reste-Essen.

Wer brauchbare Rezepte für Reste-Essen sucht, wird mittlerweile im Internet fündig. Aber auch der Buchhandel hat so manchen Ratgeber zum Thema zu bieten. Ein Klassiker unter diesen Büchern ist „Die Hausfrau“ von Henriette Davidis, Deutschlands wohl berühmtester Kochbuchautorin und Hauswirtschafterin. Im 19. Jahrhundert verfasste sie ein Standardwerk für Hausfrauen, das erstaunlich aktuell ist und in keinem Haushalt fehlen sollte.  Neben vielen sehr interessanten Rezepten findet man in Davidis‘ Werken übrigens auch Tipps für einen Gemüsegarten, für „kleine und größere Gesellschaften“ oder für die Einrichtung eines Hauses.

Richtig haushalten – aber wie?

Den meisten ist es bestimmt auch schon einmal so ergangen: Das Haushaltsgeld ist ausgegeben, aber es ist noch so viel Monat übrig. Richtig haushalten heißt hier die Devise. Viele haben allerdings verlernt was es heißt, sich das Geld vernünftig einzuteilen. Kein Wunder angesichts von Kredit- und Bankkarten oder Bestellungen im Online-Shop. Wie also teilt man sich sein Haushaltsgeld so ein, dass es tatsächlich reicht?

Der Schlüssel zum Erfolg ist das Haushaltsbuch. Wer regelmäßig eines führt hat einen ungefähren Überblick, was Lebensmittel, Drogerieartikel & Co. kosten, wie viel davon verbraucht wird und kann auf dieser Grundlage ein monatliches Budget festlegen.

Das Geld sollte nur einmal pro Monat abgehoben werden. Den Betrag teilt man in vier gleich große Teile, die man am besten in vier Umschläge aufteilt – für jede Woche ein Umschlag. An einem bestimmten Stichtag in der Woche öffnet man den Umschlag und versucht, wirklich nur das zu verbrauchen, was er enthält.

Strommessgeräte im Test

Viele Verbraucher wissen, dass sie mit Strommessgeräten die kleinen und großen Stromfresser im Haushalt aufspüren können. Aber wie zuverlässig sind die Messgeräte eigentlich selbst?

Dieser Frage geht u.a. die Stiftung Warentest nach. In einem aktuellen Test, der unter www.test.de online abrufbar ist, bewerten die Warentester sieben Strommessgeräte zwischen 8 und 50 Euro. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur drei von sieben messen gut oder sehr gut. Dabei handelt es sich um die Geräte No-Energy, Conrad Basetech und den Testsieger Conrad Voltcraft.  Die anderen Geräte im Test lieferten ungenaue Ergebnisse, mit denen natürlich nur schlecht die  Stromfresser im Haushalt erkannt werden können. Ausgerechnet den Standby-Verbrauch zeigten manche der Geräte im Test falsch an.

Übigens: Ein gutes Strommessgerät muss man nicht unbedingt kaufen. Häufig ist es möglich, ein Gerät kostenlos oder gegen eine geringe Leihgebühr beim örtlichen Stromversorger auszuleihen. Der Vorteil hier: Die Geräte der Anbieter messen garantiert zuverlässig.

Finanzen im Griff mit Finanzplanern

Seit Monaten müssen viele Deutsche den Gürtel ein Stückchen enger schnallen: Die Angst, den Job zu verlieren ist groß und Sparen lohnt sich angesichts der derzeit sehr niedrigen Zinsen für Spareinlagen kaum. Da hilft es nur, seine Einnahmen und Ausgaben genau zu überwachen, damit doch noch etwas Geld gespart werden kann.

Natürlich kann man eine Einnahmen-Ausgaben-Liste oder ein Haushaltsbuch auch ganz einfach handschriftlich führen. Sehr einfach und komfortabel funktioniert das aber auch mit einem kleinen Programm auf dem Rechner. Im Internet findet man immer wieder Finanzplaner wie beispielsweise Cash Matrix Home oder ToBi Finanzmaster. Viele dieser Programme sind als Freeware oder Shareware erhältlich. Das bedeutet, dass Privatpersonen sie entweder kostenlos oder gegen eine geringe einmalige Gebühr nutzen können. Aber Vorsicht: Achten Sie darauf, dass die Programme von seriösen Seiten heruntergeladen werden und prüfen Sie sie zu Ihrer eigenen Sicherheit mit Ihrem Virenprogramm auf digitale Schädlinge, bevor Sie sie installieren.

Haushalts- und Taschengeld: Das sollten Sie wissen

In einer Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft sorgen die Partner füreinander in vielerlei Hinsicht, so auch in finanzieller. Die meisten Menschen verstehen unter dem „Füreinander-sorgen“ ausschließlich ein finanzielles Engagement, also die Erwerbsarbeit. Genauso wichtig aber ist die Familienarbeit: Der Haushalt muss geführt, die Kinder (sofern vorhanden) versorgt werden usw. Leider wird diese Arbeit aber nicht durch ein Gehalt vergütet. Genau deshalb gibt es gesetzliche Vorgaben für den Familienunterhalt und einen Taschengeldanspruch: Bleibt ein Partner zuhause, um den Haushalt zu führen, steht ihm ein den Lebensumständen angemessenes Haushaltsgeld zu. Dazu kommt ein angemessenes Taschengeld: Der Partner, der mehr verdient, muss dem Anderen per Gesetz ein Taschengeld, übler Weise in Höhe von etwa fünf Prozent seines Nettoeinkommens, als Taschengeld zahlen.

Gibt es Streit wegen des Haushalts- oder Taschengeldes, sollten sich beide Ehepartner im optimalen Fall aussprechen und sich informieren, wie viel welchem Ehepartner zusteht. Kann der Streit nicht gütlich beigelegt werden, landet er häufig vor Gericht. Und egal wie das entscheidet: Die Ehe ist dann im Regelfall Vergangenheit.