Zusatzbeiträge für Krankenkassen stehen fest!

Die ersten großen Krankenkassen DAK und KKH-Allianz verlangen ab dem 1. Februar 2010 acht Euro mehr. Die Spitzen-Verbandschefin der gesetzl. Krankenkassen Doris Pfeiffer geht davon aus, dass bis zur Mitte des Jahres alle Krankenkassen nachziehen werden und alle Versicherten den Zusatzbeitrag zahlen müssen.
Laut Pfeiffer ist diese Summe nicht auf ein Problem im Management bei den Krankenkassen zurückzuführen, sondern auf die steigenden Kosten für Krankenhäuser, Ärzte und Arzneimittel. Das ist ein Problem mit dem alle Krankenkassen zu kämpfen haben und die Lücke von 3,9 Milliarden Euro muss geschlossen werden.
Vorallem von Wohlfahrtsverbänden kam scharfe Kritik. Laut ihnen werden Arbeitnehmer und Rentner noch mehr belastet und Arbeitgeber verschont, da erst ab einer höheren Summe als acht Euro nach den Einkommensverhältnissen differenziert wird.
Die SPD dagegen kündigte ein alternatives Konzept an, indem Zusatzbeiträge abgeschafft werden, damit Arbeitnehmer mit geringem Einkommen nicht zusätzlich belastet werden.

Versicherungskunden: Urteil zu Ratenzuschlägen

Eines der größten verbraucherrelevanten Themen in dieser Woche war das Urteil zu Ratenzuschlägen gegen die Huk-Coburg. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hatte gegen den Versicherer geklagt, da in dessen Geschäftsbedingungen für Riester-Rentenversicherungsverträge ein Passus zur Verzinsung der Beiträge bei unterjähriger Zahlungsweise stand, der Kunden übervorteilt.  Das Landgericht Bamberg gab den Verbraucherschützern nun nach fast fünf Prozessjahren Recht: Da eine unterjährige Zahlungsweise nach Ansicht des Gerichts einem Kredit gleichkommt, müssen Versicherungen Zinsen angeben, die sich im üblichen Rahmen halten. Tun sie es nicht, dürfen sie maximal 5 Prozent Zinsen auf den Jahresbeitrag bei unterjähriger Zahlungsweise erheben.

Für bestehende Versicherungsverträge bedeutet das: Wer monatlich, viertel- oder halbjährlich zahlt, wurde bisher übervorteilt und kann zu viel gezahlte Beiträge zurückfordern. Die Forderungen betreffen alle Assekuranzen und Versicherungsprodukte und belaufen sich insgesamt auf rund 15 Milliarden Euro. Die Verbraucherzentralen rechnen mit einer Weigerung der Versicherungsunternehmen und haben einen Musterbrief ins Netz gestellt.

So sparen Sie in 2010

Wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal zu Jahresbeginn einige Neuerungen, die Verbraucher kennen sollten – sie sind nämlich bares Geld wert.  So wurde beispielsweise der Grundfreibetrag für Alleinstehende um knapp 200 Euro pro Jahr angehoben.  Der neue steuerliche Grundfreibetrag liegt nun bei 8.004 Euro. Wer mit seinem Einkommen darunter liegt, braucht keine Steuern zu zahlen. Eine leichte Steuerentlastung bringt auch die Verschiebung des Spitzensteuersatzes: Der Steuersatz in Höhe von 42 Prozent greift von nun an erst bei  einem Verdienst von 52.882 Euro pro Jahr. Auch die Besteuerung von Ehegatten erfuhr eine leichte Veränderung – mit dem Effekt, dass nun über das Jahr verteilt in vielen Familien mehr in der Haushaltskasse zu finden sein dürfte.

Gute Nachrichten auch für Riester-Sparer und vor allem privat Krankenversicherte: Riester-Sparer, die einen Ruhestand im Ausland ins Auge gefasst haben, können fortan sicher sein, dass sie ihre Zulagen und Steuerersparnise behalten können. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind nun auch für PKV-Mitglieder in vollem Umfang im Rahmen einer Basisversorgung steuerlich absetzbar. Also jede Menge Spar-Potenzial in 2010!

Autoversicherungen im Test

Es ist wieder soweit: Noch bis zum 30. November können Autofahrer ihrer bisherigen Kfz-Versicherung fristgerecht kündigen und ordentlich zu einem neuen, günstigeren Anbieter wechseln. Im Rahmen dieser alljährlich wiederkehrenden Wechselsaison überarbeiten viele Autoversicherer ihre Tarife. Andererseits kündigten viele bereits in den letzten Wochen an, die Prämien im Jahr 2010 zu erhöhen. Für Autofahrer stellt sich daher schnell die Frage: Welcher Tarif ist denn nun der Beste für mich?

Einen Anhaltspunkt geben unzählige Vergleichsrechner, aber zum Beispiel auch die Stiftung Warentest. In den letzten Tagen nahmen die Warentester gleich zwei Angebote genauer unter die Lupe, weitere könnten in den nächsten Tagen folgen. Die Ergebnisse der Schnelltests sind online einsehbar. Im Test: der ADAC Eco-Tarif und die Kfz-Versicherung von Asstel, die über Tchibo mit einem besonderen Rabatt vertrieben wird. Auch wenn das Ergebnis in beiden Fällen lautet „Es gibt auch noch günstigere Anbieter.“ heißt das natürlich nicht, dass die Tarife nicht gut wären – es kommt schlichtweg darauf an, welche Anforderungen man an seine Kfz-Versicherung stellt.